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Bundesverband Solarwirtschaft sieht weiterhin enormes Potenzial für Solaranlagen
Allen politischen Unkenrufen zum Trotz hat der Bundesverband Solarwirtschaft sein Festhalten am
Ausbau von Solaranlagen erneut bekräftigt.
Das Potenzial sei hoch, so Verbandsvorstand Carsten Körnig, allerdings sei 2010 nur ein Bruchteil der für Solarenergieerzeugung geeigneten Dächer für Photovoltaik verwendet worden.
Insgesamt stehe in Deutschland eine Gebäudefläche von etwa 2,3 Milliarden Quadratmetern vorhanden, die für Solarstrom genutzt werden könnte. Würden auf diesen Flächen Photovoltaikanlagen installiert, könnte bereits rund ein Drittel des deutschen Gesamtstrombedarfs gedeckt werden. Bis 2020 sollen mindestens zehn Prozent des Stroms hierzulande aus umweltfreundlicher Solarenergie stammen.
Wie Körnig weiter erläuterte würden auch immer mehr Firmen die Vorteile einer dezentralen Energiegewinnung erkennen und auf ihren Büros und Industriegebäuden Solaranlagen für den Eigenbedarf installieren. Derzeit ist jede vierte deutsche Solarzelle auf einem Gewerbegebäude angebracht. Aufgrund der niedrigen Modulpreise sowie der guten Fördermaßnahmen hat die Solarenergie 2010 deutlich an Attraktivität für die Wirtschaftsbranche gewonnen. Allein 2010 ist daher mit Photovoltaikanlagen ebenso viel Strom produziert wie in zwei Kernkraftwerken.
Noch ungenutztes Potenzial sieht Körnig im ländlichen und städtischen Privatbereich. Einer Prognose von Prognos/Roland Berger zufolge könnte die deutsche Solar-Kapazität bis 2020 auf insgesamt 70 Gigawatt ausgebaut werden – der Ausbau sei sowohl technisch als auch finanziell realisierbar und mehr als sinnvoll. Dabei plädierte Körnig nochmals eindringlich für die Schaffung verbindlicher und fairer politischer Rahmenbedingungen für die Photovoltaik.
Quelle: dpa
geschrieben am 11.04.2011 um 16:29 Uhr.
