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Streit um Solarförderung geht in neue Runde
Union und FDP haben sich erneut sehr kritisch zum derzeitigen Stand des Solarausbaus in Deutschland geäussert.
Der Ausbau schreitet Meinungen der Parteien zufolge insgesamt zu schnell voran, wobei es kritisch sei, dass die entsprechenden Stromnetze für die Einspeisung des Solarstroms fehlen würden.
Daher wird derzeit eine Deckelung der Einspeisevergütung diskutiert, die bereits Mitte dieses Jahres in Kraft treten könnte.
Diesbezügliche Beratungen im Bundesumweltministerium sollten demnächst abgeschlossen werden.
Thomas Bareiß, energiepolitischer Sprecher der Unions-Fraktion, hält die Deckelung für den einzig sinnvollen, gangbaren Weg. Dementsprechend würden Photovoltaik-Einspeisungen nur bis zu einer bestimmten installierten Leistung vergütet. Dies zwar sei die härteste und gefürchtetste Keule, so Bareis wörtlich. Eine Überforderung der Netze könnte jedoch weitaus schlimmere Folgen nach sich ziehen.
Die Solarenergie-Branche hat sich hingegen bereits strikt gegen ein solches Vorgehen geäußert. Sie fürchtet bei einer Deckelung aufkommende Marktverwerfungen, da keine Planungssicherheit hinsichtlich etwaiger Fördergelder mehr möglich sei.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 12.01.11
geschrieben am 14.01.2011 um 09:58 Uhr.
