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Schäden an Photovoltaik Anlagen

Bei Photovoltaik-Anlagen kommt es augenscheinlich immer häufiger zu gravierenden Schäden.

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Insbesondere ältere Anlagen leiden unter ehemals unsachgemäßer Montage oder aber auch mangelhafter Planung. Diese langfristigen Schäden verursachen nach einem gewissen Zeitraum kostspielige Folgen.

Aus einer Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht hervor, dass 2008 über 4.200 Solaranlagen durch vermeidbare Schäden zu Versicherungsfällen geworden sind. Dazu gehören unter anderem Schäden durch Blitzeinschläge, infolge derer bis zu 100 Module auf einmal beschädigt werden können. Ein passender Blitzschutz könnte solche Schäden leicht verhindern. Zumeist kommt es bei solchen Fällen nicht zu einer kompletten Zerstörung der Anlage, die Folgekosten für solche Schäden an Solaranlagen betrugen 2008 jedoch 14 Millionen Euro.

Weitere Ursachen neben Blitzschlägen waren Schneedruck, Überspannung sowie Sturmschäden. Im Prinzip lassen sich viele dieser Schäden, wie bereits oben angeführt, leicht vermeiden.

Bereits bei der Auswahl der Installationsfirma sollte man die Referenzen des ausgesuchten Unternehmens genauestens prüfen. So erfordert die Installation einer Dach-Solaranlage meist Wissen aus mehreren Handwerksbereichen. Je kleiner eine Firma, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass „alles aus einer Hand“ stammen kann: schließlich werden neben Elektrikern auch Dachdecker, Statiker und Zimmermänner benötigt.

Neben einer sorgfältigen Auswahl der zu verwendenden Komponenten, die immer zertifiziert seien sollten, ist es zudem wichtig, sich genau an die entsprechenden Gebrauchsanweisungen zu halten. Nicht zuletzt, um die Garantie der Hersteller auch zu erhalten, die nur dann greift, wenn die Module genau nach Herstellervorgaben montiert werden.

Brände bei Solaranlagen entstehen in den seltensten Fällen durch Selbstentzündung. Vielmehr sind unachtsame Verhaltensweisen diverser Hausbewohner der Grund. Aber auch Installationsmängel sind ein unverneinbares Risiko, wobei Brände generell nur zwei Prozent aller Schadensfälle ausmachen. Generell müssen Anlagen vor der Inbetriebnahme nach VDE-Norm 0126-23 überprüft werden. Dazu gehören die Isolationsmessung, die Kurzschlussstrommessung sowie die Belastungsmessung sowohl auf der Gleichstrom- als auch auf der Wechselstromseite.

Kabel und Leiter fallen nicht selten Nagetieren zum Opfer und sollten daher regelmäßig überprüft werden. Entsteht durch eine Beschädigung ein Lichtbogen, ist ein Brand womöglich nicht mehr weit. Kabel können daher gleich bei der Anlageninstallation in Kanälen oder Rohren verlegt werden.

Sturm ist hingegen die dritthäufigste Ursache für Ausfallerscheinungen bei Solar-Anlagen, insbesondere, wenn die vom Hersteller angegebene Montageanleitung nicht beachtet wurde. So sollte bei Flachdächern eine Verletzung der Dachhaut vermieden werden. Auf keinen Fall sollten irgendwelche selbstzusammengeschraubten Gestelle aus dem Baumarkt verwendet werden.

Beim Einbau eines Blitzschutzes sollte unbedingt der nötige Abstand zu den Blitzfangstangen eingehalten werden, damit Blitze nicht von den Stangen auf die Anlage überspringen können. Auch die Einhaltung der Trennungsabstände ist schon bei der Planung der Anlage essentiell. Auch sollten beim Verlegen der Leitung für die Anlage keine größeren Induktionsschleifen entstehen, da sonst riesige Antennen aufgebaut werden, die elektromagnetische Felder anziehen. Auch am Überspannungsschutz darf nicht gespart werden.

Generell sollte auch immer ein Auge auf die Gebäudestatik geworfen werden. Eine entsprechende Statikberechnung sollte aus dem Angebot der installierenden Firma hervorgehen und zum Gebäude passen. Die Prüfung der Dachstatik ist obligatorisch und sollte immer von einem Statikbüro berechnet werden. Sonst kann eine hohe Schneelast im Winter schnell zu unangenehmen Überraschungen führen, wenn die Moduldeckgläser nicht mehr standhalten. Höhenverstellbare Dachhaken können hierbei Abhilfe schaffen.

Eine gute Photovoltaik-Versicherung schützt Sie vor unvorhersehbaren finanziellen Belastungen.

 

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